HISTORIE ZUM CASPER GEWERBEHOF
1888/89 entstand der Casper Gewerbehof, mit dem villenartigen Wohnhaus in der Straße der Jugend 105 (damals Dresdner
Straße) und dem Lagerhaus im rückwärtigen Bereich des Gewerbehofes an der Taubenstaße in Cottbus.
Die Bauausführung erfolge durch das Cottbusser Baugeschäft Paul Broefske. 1928, nach einem Brand im Gewerbehof,
wurden die Wohn,- Kontor- und Lagergebäude wieder aufgebaut. Von 1868 bis 1902 war hier das Speditionsgeschäft
Casper & Michovius tätig. In der zeit von 1903 bis 1934 die Spedition Paul Thiele.
Das von einem Pultdach abgeschlossene villenartige Wohnhaus ist mit teilweise stark plastisch durchgebildeter, vorwiegend
barocken Formen zitierender Putzgliederung versehen. Das erste Obergeschoss ist durch reich gefasste Fenster (geohrte
Rahmung mit Segmentbogenverdachung mit eingestellter Kartusche) gekennzeichnet.
von besonderer Wirkung ist der dem Mittelteil vorgesetzte Balkonerker, dessen dreiteiges Frontfenster von Kartusche
in rabkenwerk bekrönt und seine Unterseite mit Blatt- sowie Netzdekor verziert ist.